Selbstliebe ist eine liebevolle innere Haltung voller Wertschätzung dir gegenüber. Sie erhebt dich nicht oder beurteilt, sie ist die authentische Verbindung zu deinem Wesenskern. Selbstliebe geht einher mit einem fürsorglichen, freundlichen, herzlichen Umgang mit dir selbst.
Die Voraussetzung für Selbstliebe ist, dass du im Kontakt mit dir bist und deine Gefühle und Bedürfnisse wahrnimmst. Selbstliebe zu leben bedeutet, seinen Gefühlen Raum zu geben und für sich selbst einzustehen.
Auf dieser Seite wirst du erfahren, warum es wichtig ist, dir selbst mit Fürsorge, Respekt, Achtung und Ehrlichkeit gegenüberzutreten. Das ist nicht Selbstverwöhnung. Das ist der normale Umgang mit sich selbst!
Weiterhin erfährst du die häufigsten Ursachen für mangelnde Selbstliebe und erhältst Tipps an die Hand, wie du mehr Selbstliebe in dein Leben integrieren kannst.
Das Ziel: Begegne dir selbst mit dem Maß an Anerkennung, Respekt und Würde, wie du es in Wahrheit verdienst!


Wer sich selbst liebt, ist authentisch, selbstsicher und gefestigt. Sich selbst zu lieben bedeutet, seine Stärken anzuerkennen und seine Schwächen zu akzeptieren. Egal ob in schwierigen oder herausfordernden Situationen, du stehst zu dir, ermutigst und motivierst dich, erinnerst dich an das Gute in dir und an das, was du bereits alles erreicht hast.
Wer sich liebt, begegnet sich selbst jeden Tag mit Aufrichtigkeit, Liebe und Mitgefühl. Durch Achtsamkeit entwickelt man eine gute Selbstwahrnehmung, achtet auf sich und erkennt seine Bedürfnisse. Man entwickelt einen wertschätzenden Selbstumgang in Akzeptanz für die eigenen Unperfektheiten.
Doch nicht nur du selbst profitierst von mehr Selbstliebe: Du wirst zentrierter, verständnisvoller und unkomplizierter für andere. Weil du mit deinem Kern verbunden bist, erkennst auch andere in der Tiefe ihres Wesens, weil du weniger damit beschäftigt bist, nachzudenken, was andere von dir denken könnten.
Es fällt dir auch leichter, Fehler einzugestehen bzw. deine Sichtweise zu ändern, weil du deinen eigenen Wert nicht mehr von deiner Meinung oder deinem Standpunkt abhängig machst. Du ersetzt Ego mit Authentizität. So bist du gelassener, ruhst in dir selbst und nimmst Vorwürfe und Sticheleien nicht mehr so persönlich.
Mangelt es dir an Selbstliebe, bist du ständig von der Anerkennung und Bestätigung anderer Menschen abhängig. Du bist mit deiner Aufmerksamkeit im Außen und verlierst den Kontakt und Zugang zu dir Selbst.
Oft führt ein innerer Drang zu Perfektionismus zu innerer Unfreiheit und macht sich bemerkbar durch Ängste, Fehler zu machen, Risiken einzugehen, und sich in Kleinigkeiten zu verzetteln.
Wenn du ständig versuchst alles richtig zu machen und in einer kritischen Perspektive von außen auf dich schaust, fehlt es dir an Anerkennung, Zuwendung und Lob für all das, was gut läuft in deinem Leben. Womöglich bist du zu hart im Umgang mit dir selbst und erwartest zu viel bzw. hast überhöhte Ansprüche.
Interessant ist: Gerade Menschen, die nach außen hin perfekt und unverletzbar wirken, fehlt es oft an aufrichtiger Selbstliebe. Oft leiden sie selbst unter überhöhten Ansprüchen und versuchen ein Leben lang den hohen Ansprüchen ihrer Eltern gerecht zu werden.
Das verursacht innerlich einen hohen Leistungsdruck, der sie zu Spitzenleistungen antreibt. Oft nur mit der Nebenerscheinung, dass sie in der Mitte ihres Lebens ausbrennen und einen Burn-Out erleiden, weil sie sich selbst komplett vernachlässigt haben.
Fehlt die Selbstliebe von innen, definieren Menschen ihren Wert oft über Geld, Besitz oder teure Statussymbole, um nach außen hin die Fassade eines hohen Selbstwerts bewahren zu können.
Auch in der Partnerschaft ist Selbstliebe unerlässlich: Echte Liebe funktioniert nur, wenn du in dir selbst angekommen und zufrieden bist. Ansonsten bist du immer abhängig von der Liebe des anderen und wenn der andere sich einmal zurückzieht, spürst du den Liebesentzug und wirst du direkt panisch. Hier kommen Verlustängste ins Spiel, welche für unsgesunde Beziehungsdynamiken sorgen, da man hier aus alten Wunden heraus handelt.
Sobald du in dir selbst glücklich bist, suchst du einen Partner nicht aus dem Grund, deine Einsamkeit zu füllen, sondern weil du dich wirklich für ihn interessierst und die Zeit mit ihm genießt.
Fehlt es dir an Selbstliebe, bist du andauernd damit beschäftigt, dich und deinen Wert zu beweisen. Doch wie sollen dich Menschen wirklich kennen lernen, wenn du vorgibst, jemand zu sein, der du nicht bist?


Die Ursache mangelnder Selbstliebe liegt meist in unseren frühen Beziehungserfahrungen. Oft hatten unsere Eltern selbst alle Hände voll zu tun und konnten uns nicht die Zuwendung und Sicherheit geben, die wir gebraucht hätten.
Wenn wir als Kind oft das Gefühl gehabt haben, zu viel zu sein und dass unsere Bedürfnisse nicht gesehen und erfüllt wurden, konnte sich unser Selbstwert nicht natürlich entwickeln. Ab diesem Zeitpunkt entstanden sog. Trigger-Momente. In Situationen, die diese Wunde berührt haben – zum Beispiel durch Ablehnung, Ausgeschlossen-Werden und nicht Dazu-Gehören – entstanden in uns Gefühle von Minderwertigkeit, Einsamkeit und Misstrauen.
Wenn diese Kindheitserfahrungen heftig waren, kann das unsere Persönlichkeit stark beeinflussen und dafür sorgen, dass wir uns im Rückzug sicherer fühlen und uns von anderen abkapseln.
Das geht einher mit negativen Glaubenssätzen, welche uns glauben lassen, dass wir nicht-wertvoll oder nicht-gewollt sind. Als Kind erschien uns das logisch und so speichern wir diesen Gedanken dann als fixe Tatsache über uns selbst ab. Wir erschaffen uns eine neue Identität, die lautet: Ich bin es nicht wert geliebt zu werden / Ich bin nicht gut genug, um dazu zu gehören.
Wie nun mit einem gekränkten Selbstwert am besten umgehen?
Manche neigen dazu, sich zurück zu ziehen, die anderen ziehen es vor es zu überspielen, indem sie sich als besonders lustig, stark, talentiert oder außergewöhnlich darstellen. Wer laut ist, verschafft sich Gehör. Wer stark wirkt, schafft sich Respekt. So findet jeder einen Weg, um das zugrunde liegende Problem zu kaschieren: Einen Mangel an Selbstwert.
Zu schmerzhaft wäre es, sich vor anderen einzugestehen, dass man sich nicht liebenswert fühlt. Und so setzen wir eine Maske auf und geben vor, jemand zu sein, der wir nicht sind. Wir haben Angst, unser wahres Wesen zu offenbaren. In Wahrheit ängstigen wir uns nur davor, in unserem Schmerz gesehen, ausgelacht oder nicht ernst genommen zu werden.
Im schlimmsten Fall entscheiden wir uns dazu, unser Herz komplett zu verschließen, um uns vor weiteren Verletzungen zu schützen. Hält dieser Zustand länger an, werden wir irgendwann gefühlstaub für unser eigenes Empfinden und unsere Bedürfnisse. Wir funktionieren dann nur noch wie ein Roboter, ohne Gefühl, ohne Tiefgang. Bis sich irgendwann wieder der Wunsch nach einem Leben mit mehr Tiefe zeigt...
Um mit unseren Gefühlen wieder in Kontakt zu kommen, müssen wir den Mut fassen und uns dafür öffnen, was uns bedrückt. Das Wort Depression bedeutet übersetzt: 'Herunter gedrückt sein'.
Von was bist du herunter gedrückt? Was drückt in dir? Wut, Zorn, Angst, Trauer? Höre auf, es herunter zu drücken. Lass es da sein. Erlaube ihm, sich auszudrücken. Lass es fließen, sodass es sich endlich auflösen kann. Lass Tränen fließen, lass den unterdrückten Ärger raus und befreie dich von all dem Ballast, der schon seit Jahren in deinem Körper fest hängt.
Sprich aus, was nie gesagt wurde. Bring es über die Lippen. Sobald du über etwas reden kannst, ohne dass es dich emotional überwältigt, hast du bereits einen riesigen Schritt getan. Nichts ist so schlimm, als dass es unaussprechbar wäre. Es auszusprechen hilft dir, es anzunehmen. Und es anzunehmen ist der Schlüssel, um es loszulassen.
Eine Emotion löst sich auf, sobald die Energie in Bewegung kommt und sich wieder bewegen darf (Emotion = Energy in Motion). Unterdrückte Emotionen verursachen einen Energiestau und bewirken entsprechende körperliche Symptome.
Sobald du dich selbst wieder fühlst, nutze folgende Übungen, um Schritt für Schritt zu mehr Selbstliebe zu gelangen.


Rede mit dir genau so, wie du mit deinem besten Freund umgehst. Sei liebevoll, gütig und geduldig. Behandle dich wie einen Menschen, den du bewunderst und respektierst. Sieh dich als wertvoll und wichtig an – genau so, wie du es auch deinem besten Freund gegenüber tust.
Frage Menschen, denen du besonders vertraust, (Familie, beste Freunde, Partner) was sie besonders an dir schätzen. Höre ihnen zu und lass sie diese Dinge aufschreiben. Hebe den Zettel auf, sodass du dich auch in schwierigen Zeiten daran erinnern kannst, was andere an dir schätzen und warum du ein Mehrwert für die Welt bist.
Spüre regelmäßig in dich hinein, sei achtsam und erkenne, welche negativen Glaubenssätze dein Kopf über dich denkt. Werde bewusst über deren Ursprung: Seit wann glaubst du das? Stammt der Gedanke überhaupt von dir selbst? Wie spricht die Stimme in deinem Kopf? Von wem kennst du diesen Tonfall?
Lerne, Grenzen zu setzen und 'Nein' zu sagen. Spüre in dich hinein, und fühle, was du wirklich willst. Was ist dein 'Ja' wert, wenn du kein 'Nein' sagen kannst? Probiere es zuerst bei Menschen, denen du nahe stehst und schau, wie es sich anfühlt, für dich selbst einzustehen. Ein Nein zu anderen ist ein Ja zu dir!
Übe dich in Geduld und Nachsicht mit dir selbst. Jeder macht Fehler. Fehler sind da, um aus ihnen zu lernen. Nicht, um sich dafür zu bestrafen! Also verzeihe dir selbst, für die Dinge, die nicht so toll gelaufen sind – so, wie du auch einem guten Freund verzeihen würdest. Der schärfste Kritiker sind oft wir selbst.
Einige Menschen glauben, das Praktizieren von Selbstliebe führt nur zu künstlicher Selbstwerterhöhung, ohne, dass man sich weiter entwickelt und seine eigenen Charakterschwächen hinterfragt. Es diene als Ausrede, um sich selbst stets an erste Stelle zu stellen, egoistisch zu sein und als Freifahrtschein, um lästige Verantwortung abzuschieben.
Doch um zum Kern der Diskussion vorzudringen, muss man zwischen zwei Standpunkten klar unterscheiden:
Rücksichtslose Egozentrik vs. aufrichtige Selbstliebe
Selbstliebe Tipps bewirken bei unterschiedlichen Typen folgende Muster:
1. Menschen, mit narzisstischen Mustern sehen darin eine Möglichkeit, um soziale Verpflichtungen schleifen zu lassen und sich nur um sich selbst drehen zu dürfen. Sie nehmen es als Ausrede, um sich nicht mehr in andere Menschen hineinfühlen zu müssen und sich dadurch 'anstrengen' zu müssen.
2. Menschen, die von Selbstzweifeln geplagt sind, erkennen ihre ungesunden Denk- und Handlungsmuster, lernen neue Wege der Selbstbehauptung kennen und verstehen, dass sie mehr für sich einstehen müssen, um in ihre eigene Größe zu kommen.
Die Absicht, was ich mit dem Wissen vorhabe, ist also grundverschieden:
Heilung des Selbstwertgefühls vs. Ausrede für sorgenfreie Bequemlichkeit losgelöst von zwischenmenschlichen Verpflichtungen


Was wir über uns und die Welt denken, stammt zum Großteil nicht von uns selbst. Lange bevor du sprechen konntest, hast du angefangen, deine Eltern nachzuahmen: Ihre Blicke, Gesten, Reaktionen und Verhaltensweisen hast du aufgenommen und hast diese teilweise übernommen, um dich in dieser komplexen Welt zurechtfinden zu können.
In jungen Jahren werden wir von unserer Familie geprägt - im späteren Verlauf sind es Freunde, Bekannte, Vorbilder und Arbeitskollegen, die uns beeinflussen mit ihrer Weltsicht und ihrem Gedankengut.
Ebenfalls einen großen Einfluss auf uns hat die Norm bzw. das Idealbild, welches von gesellschaftlichen Erwartungen und Vorstellungen geformt wird. Weil Anerkennung und Liebe unsere ureigensten Grundbedürfnisse sind, passen wir uns an, um dazuzugehören und den Anforderungen zu entsprechen, die an uns gestellt werden.
Bekommen wir immer wieder gespiegelt, dass wir irgendwie anderes sind, kann sich als Konsequenz ein Selbstbild des Außenseiters oder Sonderlings in uns festigen. Abfällige Kommentare, dass wir eigenartig sind, können tiefe Spuren in uns hinterlassen. Fehlt uns die innere Standfestigkeit, können wir anfangen, das zu verinnerlichen, was andere über uns sagen.
Solche Glaubenssätze bleiben so lange bestehen, bis sie hinterfragt und aufgelöst werden. Sie verhindern, dass wir ein positives Selbstbild und eine natürliche Selbstliebe entwickeln. Außerdem: Glaubenssätze sind Rudeltiere. Negative Glaubenssätze ziehen weitere ähnliche, Vorstellungen und Denkweisen an und machen uns anfällig dafür.
Wenn du glaubst, dass du z.B. unklug, ungeschickt, schüchtern oder schwach bist, ist das ein Magnet für weitere ähnliche Glaubenssätze. So könntest du zum Beispiel dazu neigen dem Gedanken Raum zu geben, dass Menschen nicht gerne Zeit mit dir verbringen oder dass du schlecht im sozialen Umgang bist. Eine solche Sammlung negativer Glaubenssätze legt sich wie ein dunkler Schleier über dich und hindert dich daran, du selbst zu sein und dich frei zu entfalten.
Das Problem ist: Du trägst deine Glaubenssätze hinaus in die Welt. Dein Erscheinungsbild, deine Stimme und deine Körpersprache strahlen permanent deine innerlichen Gedanken aus. Das macht es wahrscheinlich, dass sich deine negativen Vorstellungen bestätigen und du dir tatsächlich schwer tust, entspannt mit Menschen in Austausch zu gehen. Somit verfestigen sich negative Glaubenssätze immer mehr – eine Abwärtsspirale beginnt.
Die gute Nachricht: Auch liebevolle Glaubenssätze sind Rudeltiere. Hast du viele positive Glaubenssätze, wirken diese ebenfalls und werden von ganz alleine positive, liebevolle, ehrliche und aufrichtige Menschen in dein Leben anziehen. Ganz ohne dich verstellen zu müssen.


Um herauszufinden, welche Glaubenssätze du mit dir rumträgst, versuche mal, dir selbst beim Denken zuzuhören – vor allem in Situationen, in denen du dein Können bewertest oder deine Handlungen in Frage stellst. Wie sprichst du mit dir selbst? Bist du geduldig und schaust du rücksichtsvoll und liebevoll auf dich - oder sprichst du abschätzig darüber, wie schlecht du doch bist und was du alles nicht kannst?
Dein Umgangston reflektiert dein Bild über dich selbst.
Dir deiner unbewussten Glaubenssätze bewusst zu werden, ist der erste Schritt.
Im zweiten Schritt geht es darum, deine verinnerlichten Annahmen genauer zu betrachten. Seit wann denke ich so? Stammt der Gedanke aus mir bzw. aus meiner eigenen Überzeugung? Glaube ich etwas über mich, das eine andere Person einmal über mich gesagt hat? Etwas, das ich im Eifer des Gefechts einfach so übernommen habe?
Rede mit Menschen, denen du vertraust (engen Freunden, deiner Familie) darüber, wie du über dich denkst und frage sie, ob sie dich ebenfalls so sehen und einschätzen.
Du wirst überrascht sein: Häufig denken wir viel schlechter über uns selbst, als unsere Mitmenschen das tun.
Tausche mit deinen Liebsten eure Gedanken über euch selbst aus: Wie seht ihr euch? Was sind eure Stärken / Schwächen? Was unterscheidet euch voneinander?
Ihr werdet merken, dass viele Menschen nicht allzu positiv über sich selbst denken. Gebt euch gegenseitig authentisch Rückmeldung, was euch besonders und außergewöhnlich macht. Macht euch Mut und helft euch, eingebildete negative Glaubenssätze zu entkräften.
Auch in deinem Alltag kannst du üben, deine Glaubenssätze genauer unter die Lupe zu nehmen.
Nimm dir regelmäßig die Zeit und lausche genau in dich hinein. Was fühlst du gerade? Seit wann fühlst du so? Was denkst du gerade über dich selbst?
Hast du dir diese Routine angewöhnt, versuche, deine Gedanken über dich positiv zu formulieren. Begegne dir selbst mit der Liebe und Geduld, die du auch deinem besten Freund entgegenbringen würdest. Sprich mit dir selbst so, als würdest du mit einem wichtigen, geliebten Menschen sprechen.
Du wirst merken: Schritt für Schritt wirst du besser darin werden, dir selbst mit Liebe, Zuneigung und Wertschätzung zu begegnen. Eines Tages fühlt es sich für dich normal und richtig an, mit dir stets in einem liebevollen, fürsorglichen Ton zu reden.
Sich lieben zu lernen ist ein Prozess, der Zeit braucht, wie alles andere. Nur durch Übung wirst du deine persönliche Art und Weise finden, die sich für dich stimmig und natürlich anfühlt.


Es wird immer wieder Momente geben, in denen dir der liebevolle Blick auf dich und andere besonders schwer fällt.
Gerade dann, wenn du in Schwierigkeiten steckst oder deine Haut dünner ist als sonst, wird dein Selbstwert umso mehr in Frage gestellt. Sei hier ganz achtsam: Tritt einen Schritt zurück und nimm mit ein wenig Abstand wahr, was gerade passiert.
Es gibt zwischen Reiz und Reaktion immer einen kleinen Spielraum. Du bist kein Opfer der Umstände. Nutze diesen Moment, um deine Reaktion bewusst zu wählen.
Schlagfertigkeit und Spontaneität wird dir umso leichter fallen, umso weniger du darüber nachdenkst. Probiere aus und übe – am besten zuerst mit Menschen, die dir nahe stehen. Deine Nervenbahnen brauchen Zeit, um sich zu verknüpfen und neue Handlungsweisen zur Routine werden zu lassen.
Selbstliebe bedeutet, zu sich zu stehen. Ein kleines Kind wird doch auch von seinen Eltern beschützt und verteidigt. Genauso ist es wichtig, dass du für dich einstehst. Dadurch bekommst du von außen Respekt, welcher wiederum deine Selbstliebe und Selbstakzeptanz stärkt.
Viele Menschen haben unterbewusste negative Glaubensmuster, die ihr Selbstbild und Handeln implizit beeinflussen. Diese gilt es zu erkennen, zu hinterfragen und neu zu überdenken.
Indem du dir selbst beistehst und dir dadurch mehr Selbstliebe entgegen bringst, beweist du dir den Respekt und die Wertschätzung, die du in Wahrheit verdienst.
Mit der Zeit wird es für dich immer natürlicher werden, dich so zu verhalten, bis du eines Tages an den Punkt kommst, an dem du deinen Selbstwert in dir wieder auf ganz natürliche Weise zu fühlen beginnst.
Die Auswirkung wird sich bemerkbar machen: Andere Menschen werden deine liebevolle innere Einstellung an deiner Haltung, an deiner Ausstrahlung, an deiner Mimik und an deinem Verhalten wahrnehmen können.
So werden sich die Routinen deiner Selbstliebe tief in dein Wesen integrieren – die neuen Verhaltensweisen werden mit der Zeit zur Gewohnheit und laufen unterbewusst ab.
Stück für Stück wirst du dein natürliches Wesen mehr und mehr akzeptieren und mit jedem Tag mehr Liebe, Ruhe und Leichtigkeit ausstrahlen.
Das wiederum macht dich empathischer, glücklicher und weniger anfällig für die Kritik anderer Menschen. So kannst du dich voll darauf fokussieren, was du im Leben möchtest, da du nicht mehr empfänglich für die Meinung anderer Menschen bist.
Am Ende des Tages ist Selbstliebe einer der wichtigsten Schlüssel für ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben. Wann fängst du an, dir deine Liebe zu schenken?

